Was ist Stockverkauf?

Beim Stockverkauf kümmert sich der Käufer nach dem Erwerb der Bäume, um  den Einschlag und die Vermarktung des Holzes. So wird das finanzielle Risiko und der Aufwand seitens des Verkäufers verringert.

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Einführung in Stockverkauf

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Was versteht man unter Stockverkauf?

Als Stockverkauf bezeichnet man den Verkauf von stehendem Holz, also von noch ungeschlagenen Bäumen. Diese Art des Holzverkaufs verringert das finanzielle Risiko und den Aufwand seitens des Verkäufers.

Der Holzkäufer kümmert sich beim Stockverkauf nach dem Erwerb der Bäume um die folgenden Prozessschritte:

  1. Einschlag: Fällen der gekauften Bäume
  2. Rücken: Abtransport der gefällten Bäume innerhalb des Waldes
  3. Poltern: Stapeln des geschlagenen Holzes
  4. Vermarktung: Verkauf der Holzsortimente (optional)
  5. Weitere vereinbarte Maßnahmen: Rückegassenpflege, Bearbeitung des Schlagabraums etc.

Was ist Liegendverkauf?

Beim Liegendverkauf von Holz kümmert sich hingegen der Verkäufer um den Einschlag, das Rücken und Poltern und vermarktet das Holz anschließend auf eigene Faust. Sein Aufwand und das finanzielle Risiko vergrößern sich bei dieser Art des Holzverkaufs, der finanzielle Ertrag kann im Vergleich zum Stockverkauf aber höher ausfallen.

Was muss ich beim Stockverkauf beachten?

Stockverkauf läuft in mehreren Prozessschritten ab. Rechnen Sie deshalb mit einem gewissen zeitlichen und finanziellen Aufwand, um Ihr Holz stehend zu verkaufen.

Aufwand fällt zum Beispiel durch die Erstellung und Betreuung Ihres Inserates an. Auch die Kommunikation mit Ihrem Forstexperten, der Sie beim Stockverkauf unterstützt und den Prozess begleitet, erfordert Aufwand.

Beachten Sie bitte: Den Forstexperten müssen Sie auch vergüten, wenn es nicht zu einem Verkauf Ihres Holzes kommt.

Stockverkauf ist Vertrauenssache

Das A und O beim Stockverkauf ist das Vertrauen in Ihren Forstexperten und in den Käufer. Wir raten Ihnen deshalb, sich gründlich über Ihre Vertragspartner zu informieren. Nehmen Sie Abstand von unseriösen Angeboten und holen Sie sich gegebenenfalls eine Zweitmeinung ein.

Lassen Sie sich alle mündlichen Absprachen stets schriftlich geben und halten Sie diese im Kaufvertrag fest.

Stockverkauf braucht Zeit

Die Forstbranche hat ihre Hochsaison im Herbst und Winter. Durch die hohe Auslastung des Sektors während dieser Zeit, kann es länger dauern, bis der Einschlag erfolgen kann. Wir empfehlen Ihnen, im Kaufvertrag einen festen Zeitraum für den Einschlag festzuhalten. Der Zeitraum zwischen Kaufvertrag und Einschlag sollte dabei möglichst kurz sein. Zudem sollten Sie vertraglich vereinbaren, dass das eingeschlagene Holz möglichst rasch gerückt und abgefahren wird, um die Menge an für Borkenkäfer bruttauglichem Material zu minimieren. Der maximale Zeitraum bis zur Abfuhr sollte unter acht Wochen betragen.

Da Stockverkauf von der Auszeichnung bis hin zur Kontrolle eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, sollten Sie nicht mit einem kurzfristigen Erlös rechnen.

Schließen Sie sich mit Ihren Nachbarn zusammen oder treten Sie in eine Forstbetriebsgemeinschaft ein

Ein Zusammenschluss mit den Nachbarn lohnt sich in der Regel – insbesondere für Eigentümer von kleineren Waldflächen. Auf diese Weise können sich alle Beteiligten die Kosten für den Forstexperten teilen. Je größer die gemeinsame Erntemenge letztendlich ausfällt, desto attraktivere Angebote werden Ihnen die Holzkäufer unterbreiten. Als Faustregel empfehlen wir eine Mindestverkaufsmenge von circa 20 Erntefestmetern (eine volle LKW-Ladung).

Eigentümer kleinerer Waldflächen können sich auch einer Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) in ihrer Umgebung anschließen. Diese kümmert sich um die Pflege und Bewirtschaftung der Waldflächen aller ihrer Mitglieder.

Achten Sie darauf, dass Sie sich einer aktiven FBG anschließen, die den Schutz und Nutzen der Waldflächen auch ernst nimmt.

Steuerliche Vorteile von Stockverkauf

Stockverkauf kann sich im Vergleich zum Liegendverkauf unter Umständen steuerlich positiv bemerkbar machen. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Steuerberater, der Sie über die verschiedenen Möglichkeiten informiert.

Nutzen Sie unsere Hilfsmaterialien

Wir haben eine Checkliste bereitgestellt, die Ihnen hilft, beim Stockverkauf den Überblick zu behalten. Finden Sie hier die Checkliste für Stockverkauf.

Für die Datenerhebung sollten Sie unser Hiebs- und Bestandesdatenblatt verwenden, um sich Mehraufwand im Nachhinein zu ersparen.

Alle Hilfsmaterialien finden Sie hier.

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